Bei der YogaPraxis ist die größte Übung die innere Haltung – sprich im Hier & Jetzt zu sein. Konzentriert und fokussiert auf die Gegenwart, auf das, was wir gerade tun. Die eigene Körperpräsenz zu stärken und so immer mehr den Weg zu uns zu finden. Die tiefe Verbundenheit mit unserem wahren Ich. Abgegrenzt von den vielen äußeren Umständen und Einflüssen, den wir täglich ausgesetzt sind. Unsere wahre Bestimmung zu erkennen und unserer Intuition zu folgen.
Unsere Gedanken und Gefühle spielen dabei eine wesentliche Rolle. Unser Körper ist wie ein Spiegelbild. Sind wir fröhlich, erfüllt und guter Dinge gehen wir schwungvoll durch unseren Tag – mit geradem Rücken und offenem Herzen. Wir nehmen negative Dinge ganz anders auf und können diese auch ganz anders transformieren.
Sind wir im Gegenzug betrübt, verletzt und traurig, kehren wir in uns, lassen die Schultern sinken – vielleicht sogar nach vorne fallen. Können uns nicht konzentrieren, sind schnell gereizt und sehen alles viel schwerer auf uns zukommen.
Wenn wir auf der Matte im Hier und Jetzt unsere Übungen/Haltungen praktizieren und spüren, wo wir gerade was im Körper aktivieren und was sich in dem Moment in uns tut – können wir stark Einfluss auf unseren Körper – aber auch Geist nehmen, der wiederum mit unserer Seele verbunden ist. So erschaffen wir einen Einklang. Wir können uns durch die körperlichen Übungen mental stärken und so Einfluss auf unsere innere Haltung einnehmen.
Die Wärme/Hitze, die in uns entsteht. Das Feuer, welches wir entfachen. Die Lebensenergie. All das können wir in unseren Alltag mitnehmen. Es geht um das bewusste Wahrnehmen.
Durch die einzelnen Asanas sprechen wir einzelne Bereiche (Muskeln, Faszien, Organe) in unserem Körper an, welches wiederum mit einem weiteren verbunden ist. Dahinter stehen oftmals alte Verletzungen, Erlebnisse, Gefühle oder Blockaden, die wir noch gar nicht oder nur zum Teil gelöst haben. Diesen Energiefluss können wir durch die verschiedenen Asanas wieder anregen und zum Fließen bringen.
Wir können auf der Matte weinen oder merken eine Kälte/eine Gänsehaut und spüren vielleicht wie sich etwas löst.
Gerade in der YinYoga, wenn wir lange in einer Haltung bleiben, merken wir, wie wir in die Tiefe gehen. An Grenzen stoßen. Gefühle hochkommen, die lange zurückgehalten wurden.
Oder auch bei fließenden Formen, wie die Hitze in uns aufsteigt – wir an körperliche und mentale Grenzen stoßen.
Alls das führt uns mehr zu uns. Wir lernen uns und unseren Körper immer besser kennen. Die Aufgabe dabei ist, uns so anzunehmen, wie wir sind. Ohne Vergleiche. Ohne zu hohe Erwartungshaltungen. Sich fallen zu lassen und so in die Übungen zu gehen, wie sie Dir gerade jetzt guttun. So kann die YogaPraxis mit den einzelnen Asanas auch eine Art Meditation sein. Da wir uns so auf das eine wesentliche, was wir gerade tun, konzentrieren.
Nach einer YogaEinheit, in dem wir Anspannungen und Entspannungen hatten, sollten wir uns gut fühlen. Eine Leichtigkeit oder Entspannung spüren. Zuversicht oder auch neue Energie für die nächsten Projekte bekommen. Mit einem klareren Kopf nach Hause zu gehen.